Mein Name ist Anne Ringlepp. Ich bin promovierte Chemikerin, Bürgermeisterin der Gemeinde Klein Trebbow und Mutter einer fünfjährigen Tochter.
Geboren wurde ich in Schwerin, aufgewachsen bin ich in Klein Trebbow. Nach dem Abitur am Fridericianeum Schwerin bin ich für Studium und Promotion zwölf Jahre an der TU Berlin gewesen – Chemie, mit Schwerpunkt auf der organischen Synthese. Im Anschluss habe ich zwei Jahre in der Schweiz geforscht, an der Universität Fribourg. Eine Zeit, die ich nicht missen möchte. Aber irgendwann war klar: Ich will zurück. Nach Mecklenburg, dorthin, wo meine Familie lebt und wo ich die Landschaft kenne wie kaum eine andere.
Heute arbeite ich bei der HNP Mikrosysteme GmbH in Schwerin im technischen Vertrieb. Ich erlebe dort jeden Tag, was unsere mittelständischen Unternehmen leisten – und woran sie sich aufreiben: an Bürokratie, an Fachkräftemangel, an Genehmigungen, die zu lange dauern. Diese Erfahrungen nehme ich mit, wenn ich über Wirtschaftspolitik spreche.
Als Bürgermeisterin sitze ich nicht im Rathaus, sondern stehe in Klein Trebbow an der Bushaltestelle, im Supermarkt, auf dem Spielplatz. Hier kommen die Themen direkt an: ein kaputter Gehweg, die Frage nach dem Kita-Platz, ein Streit über die Müllabfuhr. Das ist nicht spektakulär, aber es ist das, woraus sich Politik zusammensetzt.
Und als Mutter weiß ich, was eine gute Kita wert ist. Wie viel davon abhängt, dass die Erzieherin Zeit für jedes Kind hat. Wie sehr Familien darauf angewiesen sind, dass Schule und Betreuung funktionieren – nicht in der Theorie, sondern jeden Morgen um halb acht.
Diese drei Perspektiven – Wirtschaft, Kommune, Familie – möchte ich in den Landtag mitnehmen. Nicht, um große Reden zu halten. Sondern um dort die Stimme für unsere Region zu sein, die ich von hier aus kenne.